Ullrich Altmann

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Thingstätte und Sportanlagen

    „Ding“ bzw. „Thing“ war der Name der germanischen Volks- und Gerichtsversammlung. Hiervon leitete sich der Begriff des „Thing“-Spiels ab, einer nationalsozialistischen Sonderform des Freilichtspiels, die sich hauptsächlich am Theater der griechischen Antike orientierte. Durch die Architektur der neu gebauten „Thingbühnen“ und eigens dafür geschriebene Stücke sollte die theaterübliche Trennung von Schauspielern und Zuschauern aufgehoben werden, um Gemeinschaftserlebnisse im Sinne der Volksgemeinschaftsideologie zu stimulieren.

    … Mehr Feiergestaltung als echtes Theater, wurde das „Thing“-Spiel wegen des geringen Niveaus der Stücke und nachlassendem Publikumsinteresse ab 1937 nicht mehr staatlich gefördert.

    Unterhalb der „Thing“-Bühne befanden sich die Sportanlagen der Ordensburg.

    Ein Relief aus roter Basaltlava an der Mauer der Ehrentribüne zeigt sieben Athleten verschiedener Sport-arten (Kugelstoßen, Speer- und Diskuswurf, Ballsport, Staffellauf, Boxen und Hammerwurf) unter den Schwingen des Parteiadlers. Das Relief wurde von Besatzungssoldaten beschossen und ist stark verwittert.