Ullrich Altmann

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Fischteiche in Riddagshausen – nach dem Abfischen

    Seit mehr als 800 Jahren wird in der Teichanlage des ehemaligen Zisterzienserklosters Riddagshausen bei Braunschweig die Fischzucht betrieben.

    2002 wurde das Naturschutzgebiet Riddagshausen als Europäisches Vogelschutzgebiet gemeldet und erhielt 2005 den Status FFH-Gebiet (Schutzgebiet nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU). Die Teichlandschaft ist damit ein wichtiger Baustein des europaweiten Schutzgebietssystems „Natura 2000“ und besitzt eine große Bedeutung als Lebensraum sowie als Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche, z. T. seltene Tierarten.

    Seit Anfang der 80er Jahre bewirtschaftet ein Fischereibetrieb das Fischgut Riddagshausen.

    Jeden Herbst wird das Wasser der Riddagshäuser Teiche zum Abfischen der Besatzfische abgelassen. Wenn das Wasser weitestgehend abgelaufen ist, ergibt sich ein völlig neues Bild: An den verbleibenden Stellen mit etwas Wasser scharen sich Silberreiher und Graureiher, um die in den Tümpeln verbliebenen kleine Fische zu fangen.

    In einem der trockenen Teiche, sieht man jetzt hunderte von Jahren alten Wurzeln der Bäume, die hier vor dem Anlegen der Teiche standen und deren Holz im Wasser nur schwer zersetzt wird. Sie lassen den Boden des Teiches als skurrile, unwirkliche Landschaft erscheinen. In kleinen Wasserpfützen spiegeln sich die Farben der umliegenden bunt gefärbten Bäume und des Himmels wider.

    Ich war an einem goldenen Oktobertag da, die Sonne schien – aber irgendwas ist immer: Weniger Wind und damit eine glatte Wasseroberfläche hätte schönere Spiegelungen ergeben. Man kann halt nicht alles haben …