Ullrich Altmann

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Der Drachenfels in Königswinter

    Ein Besuch bei Freunden in Köln war verbunden mit der Einladung zu einer Tour mit einem Schiff der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt (KD), der RheinFantasie.

    Als Weser-Anwohner empfinde ich den Rhein in seinen Dimensionen schon beeindruckend. Das Schiff passte dazu: 2011 für maximal 1.000 Passagiere gebaut, 85,3 m lang, 14 m breit und mit 2.800 KW Leistung ungefähr doppelt so groß wie Bremens größter Ausflugsdampfer Hanseat.

    Unsere Fahrt führte uns von den Anlegern bei Kölns Hohenzollernbrücke vorbei an Bonn nach Königswinter und auf den Drachenfels. Der Tourismus zum Drachenfels hat eine über zweihundertjährige Tradition – übrigens begründet durch den englischen Dichter Lord Byron. 1834 eröffnete ein erstes kleines Gasthaus, und nach der Einweihung der Zahnradbahn 1883 bekam der Tourismus auf den 321 m hohen Berg zusätzlichen Schub. 2017 wurde der sogenannte “Eselweg” nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet; am Anleger wurde ein Bronzedenkmal für die geduldigen Lasttiere und das Wahrzeichen von Königswinter geschaffen. Oben thront die Ruine der Burg Drachenfels aus dem Jahr 1167. Es bietet sich ein wirklich einzigartiger Blick über das Rheintal und auf das 1882 bis 1884 erbaute Schloss Drachenburg. Die Region ist auf einer Fläche von etwa 4.200 Hektar eines der ersten deutschen Naturschutzgebiete mit dem größten zusammenhängenden Buchenwald im Rheinland und ist FFH-Gebiet.

    Bereits in römischer Zeit wurde dort übrigens der Trachyt abgebaut; der Kölner Dom ist Deutschlands bekanntestes Bauwerk aus diesem Stein – der am Drachenfels abgebaut wurde.

    Zurück nach Köln – flussabwärts – ist die Reisezeit beträchtlich kürzer.