Ullrich Altmann

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Metalhenge auf dem höchsten Berg Bremens

     

    Die Blocklanddeponie wurde 1969 in Betrieb genommen und ist bei den Bremer*innen auch unter dem Namen „Müllberg“ bekannt. Der älteste Teil der Blocklanddeponie befindet sich in der Stilllegungsphase. Ein erster Abschnitt (ca. 6 ha) wurde bereits vollständig abgedichtet und renaturiert. Heute befindet sich mit Metalhenge ein Aussichtspunkt auf diesem Teil der Deponie; er ist öffentlich zugänglich.

    Die Höhe des Aussichtspunktes Metalhenge beträgt 39,50 m. Damit hat man – bis auf die Westrichtung, wo ein höherer Teil der Blocklanddeponie die Sicht behindert – einen guten Rundumblick.

    Die Stelen aus recycelten Hafenspundwänden sind etwa zwischen 2,50 m und 4,00 m hoch. Sie sind auf einem Kreis mit 25 m Durchmesser angeordnet.

    Metalhenge orientiert sich an diversen archäoastronomischen Bauwerken. Doch nicht nur die optische Facette wurde von Stonehenge inspiriert – Metalhenge ist, genau wie die bekannten Vorbilder, ebenfalls reich an astronomischen Besonderheiten und versteckten Details. Metalhenge bietet Bezüge zu verschiedenen archäoastronomischen Stätten, insbesondere zu Stonehenge, Woodhenge (beide England), und Goseck (Sachsen-Anhalt). Diese sind Kreisgrabanlagen mit astronomischen Visierlinien insbesondere zu den Sonnenwenden https://de.wikipedia.org/wiki/Metalhenge

    Die Himmelsrichtungen auf dem Berg sind etwas anders orientiert, als von vielen Bremer:innen erwartet. Die Ursache für das leicht gedrehte Raumempfinden liegt darin begründet, dass die gesamte Stadt Bremen, die Weser und die Autobahnen nicht genau in Ost-West-Richtung verlaufen. Das Zentrum von Bremen mit der Altstadt liegt ziemlich genau im Süden.

    Zum Sonnenaufgang ist die Anlage besonders reizvoll. Das erste Foto ist übrigens mit dem Smartphone aufgenommen und daher qualitativ nicht so berauschend. Wegen der Aufnahmeposition habe ich es aber dennoch mit in die Reihe genommen.